Wie kams dazu…?

Das erste DX-Camp in Döbriach fand im Jahr 1970 statt. Niemand könnte über die ersten Jahre besser erzählen als Wolf Harranth in diesem Artikel aus WWH 4/85:

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Wolf Harranth schreibt über den enormen Ölbedarf des Busses, da gibt es sogar noch ein paar Belege dafür…

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Durch die Artikel zieht sich wie ein roter Faden die Sorge, dass nicht genügend Teilnehmer ins DX-Camp kommen würden, um das Ganze kostendeckend betreiben zu können.

Im Jahr 1986 fand dann wirklich kein DX-Camp mehr statt in Döbriach. Daraufhin haben sich die beiden langjährigen Teilnehmer Joachim Mitschelin („Mitschie“) und Frank Helmbold ein Herz gefaßt und für das Jahr 1987 eine Neuauflage geplant.

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Durch einen Vorschlag von Franz Brazda von der ADXBoe, im Sommer doch während des DX-Camps Radio Valcanale zu besuchen, verschlug es mich 1987 selber das erstemal nach Döbriach… Und als ich dann im Jahr drauf gefragt wurde, ob nicht ich es, als Österreicher, organisieren möchte, habe ich zu spät „nein“ gesagt 😉

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Im Herbst 1989 musste der alte Doppeldeckerbus dann leider abtransportiert werden, die Campleitung hatte Kummer, dass er an Ort und Stelle zusammenbrechen könnte und man wollte ihn noch auf eigenen Rädern wegbringen können.

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Nun standen wir ohne Quartier da. Zwei Jahre lang wurden extra für uns jeweils zwei Bauwägen angemietet. Dies hatte aber den Nachteil, dass man sich erst mal eine Woche lang einrichten musste, dann konnte man sie eine Woche nutzen, und in der dritten Woche musste man schon wieder alles abbauen – wirklich toll war das nicht!

Bauwagen

Unser Jammern fand Gehör und es wurde extra für uns der Wagen eines Schaustellers aus dem Burgenland angekauft, mit ausfahrbarem Kassenhäuschen! Damit hatten wir wieder ein fixes Quartier und wir ersparten uns die jährichen Ein- und Ausbauarbeiten.

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Im Jahr 2004 waren wir dann das letztemal in Döbriach. Bedingt durch Umstrukturierungsmaßmahmen und einen Fast-Konkurs auf Seiten unserer Gastgeber war das Feriencamp geschlossen und wir mussten uns um Ersatz kümmern.

Wir übersiedelten dann samt unseren im Lauf der Jahrzehnte angesammelten Siebensachen ins Europacamp am Attersee.

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Wir blieben dann letztlich zwei Turnusse (2005 und 2006) dort. Das Wetter war, zumindest zu der Zeit, wo wir da waren, ziemlich bescheiden, und auch sonst waren wir eher gespalten… (es gibt da eine Geschichte von einem kaputten Wägelchen, die ich gern am Lagerfeuer bei einem Bier erzähle…).  Als dann noch Mitschie dort an einem Herzinfarkt verstarb, war allen klar, dass wir woanders hinwollen…

Durch Zufall stießen wir dann auf das Falkencamp in Schwangau und da blieben wir dann von 2007 bis 2009. Schwangau war ein wirklich würdiger Ersatz für Döbriach, die Gegend ist nett, die Campleitung begegnete unserem Hobby mit Interesse und Verständnis, die Verpflegung war gut und die Lage an der Grenze zwischen Hochgebirge und Voralpenland hatte schon was.

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In der Zwischenzeit waren aber auch die Turbulenzen in Döbriach überwunden worden und als sich die Campleitung aus Döbriach an uns wandte mit dem Angebot, doch wieder zu kommen, war das wirklich keine leichte Entscheidung. Wir überlegten auch in die Richtung, ein Jahr in Schwangau zu sein und ein Jahr in Döbriach, diese Idee verwarfen wir aber aus logistischen Gründen.

Letztlich gewann dann doch die Tradition die Oberhand, und seit 2010 treffen wir uns wieder jedes Jahr in Döbriach! Ja, und es ist gleich schön, wie es immer war, und in mancher Hinsicht sogar noch schöner!

In echt sind es die Teilnehmer, die sich schon ein Jahr im Voraus aufs nächste Treffen freuen, die es ausmachen, die Örtlichkeit ist da eigentlich Nebensache!

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